Gedanken zum Sonntag Judika (29.3.) - Geläut um 10 Uhr

Sonntag Judika
Seit vielen Jahren findet an diesem Sonntag unsere erste Konfirmation, die in der Allerheiligenkirche, statt. Junge Menschen bestätigen ihre Taufe und drücken ihren Willen aus, als Christ/innen in unserer Kirche leben zu wollen. Sie hatten sich fast ein Jahr lang vorbereitet, hatten sich sehr auf diesen Tag gefreut. Ihre Entscheidung dazu, ihr "Ja" hatten sie alle schon vorher gefunden, mit ihren ganz unterschiedlichen Sehnsüchten und Träumen. Im Gottesdienst hätten sie auf die Konfirmationsfrage mit den Worten: "Ja, mit Gottes Hilfe!" geantwortet. 

Diese Aussage wird für mich dieser Tage in ganz anderen Zusammenhängen wieder wichtig und wertvoll:
Da ist zum einen die Feststellung, die uns zur Zeit hart trifft. Unser ganzes Leben steht immer unter dem Vorbehalt der Begrenztheit unseres Seins und unserer Möglichkeiten. Ich kann freilich Vieles planen und wollen. Ob es aber tatsächlich so werden wird, ob es gelingt, ob ich meine Pläne und Vorhaben umsetzen kann, entzieht sich meinen Möglichkeiten.
Als Theologen sprechen wir in diesem Zusammenhang vom "Jakobinischen Vorbehalt". Er bezieht sich auf einen Abschnitt im Jakobusbrief (4,15), in dem geschrieben steht: "Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun." (Der ganze Abschnitt ist im Übrigen lesenswert.)

Diese Spannung zwischen dem, was wir uns dieser Tage wünschen und dem, was wirklich um uns herum und in uns geschieht, ist kaum auszuhalten.
Was wollten wir nicht alles!
Was hatten wir geplant und uns ausgedacht!
Viel Gutes und Wichtiges war dabei, aber auch Vieles, was nun völlig unwichtig geworden ist. Prioritäten verschieben sich und wir werden (hoffentlich) weitsichtiger in unserem Planen sowie realistischer und bescheidener in unserem Wollen, weil wir lernen, die Folgen mitzubedenken.
Wir entdecken neu, dass wir abhängig sind: Z.B. vom guten Willen, der Aufmerksamkeit, der Solidarität unserer Mitmenschen in nah und fern.
Und das es auch umgekert wirklich darauf ankommt, was wir reden und wie wir handeln.

"Ja, das will ich tun! Ich will dir beistehen, will solidarisch sein...."
Aber dies einzuhalten wird nicht immer leicht sein. Vielleicht überschreitet es meine Möglichkeiten bei Weitem.

Und genau hier wird für mich die zweite Hälfte des o.g. Versprechens bedeutsam - und tragend: "...mit Gottes Hilfe"
Sie verweist darauf, dass wir in unserem Ringen, Kämpfen, Wollen nicht alleine sind. Dass da einer ist, der uns beisteht; der wegweisend, zurechtrückend, ermutigend und stärkend mitgeht auf allen Wegen unseres Lebens. Und wenn ER es mitträgt gibt er uns zu unserem Wollen das Gelingen.

Seien Sie behütet!

Thomas Braun


 

Sonntägliches Glockenläuten - ein Zeichen der Hoffnung

Unsre Sonntage werden nicht sang- und klanglos an uns vorbeigehen. Auch wenn öffentliche Gottesdienste nicht mehr stattfinden können, unsere Glocken läuten zur Hoffnung aller. Am Sonntag um 10 Uhr läuten sieben Minuten lang alle Kirchenglocken der Kirchen- und Pfarrgemeinden der Region und laden ein inne zu halten, gute Gedanken und Wünsche auszusenden und im Gebet verbunden zu sein. Im Anhang finden Sie dazu einen Vorschlag für ein Gebet zuhause oder für einen häusliche Andacht.

Es läuten die Glocken der St. Georgskirche in Wendelstein und der Arche in Großschwarzenlohe, der kath. Pfarrgemeinde St. Nikolaus, von St. Wolfgang in Röthenbach, der Allerheiligenkirche in Kleinschwarzenlohe, St. Nikolaus in  Kornburg, der Kirchen St. Johannes, Peter und Paul und Heiligste Dreifaltigkeit in Schwanstetten, der Gotteshäuser St. Laurentius und Heilig Kreuz in Rednitzhembach.